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Apotheker

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, 

Sie wollen an dem bisher größten gemeinsamen Projekt von Ärzten und Apothekern teilnehmen? Sie sind daran interessiert an der PHARM-CHF Studie teilzunehmen? Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen zur Studie:

 
1. Warum wird diese Studie durchgeführt?
2. Welche Apotheke kann an der Studie teilnehmen?
3. Wie ist der Ablauf der Studie?
4. Wie erfahre ich, dass ein Patient meine Apotheke ausgewählt hat?
5. Welche Aufgaben übernehmen Sie als Apotheker?
6. Haben Sie weitere Fragen oder wollen Sie sich als Studienapotheke registrieren?

1. Warum wird diese Studie durchgeführt?

PHARM-CHF untersucht, ob ein apothekenbasiertes, interdisziplinäres Programm zur Verbesserung der Einnahmetreue und zur Verminderung von Arzneimittelrisiken die Krankenhausaufenthalte und die Sterblichkeit bei älteren Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz reduzieren kann. Dabei arbeitet die Apotheke eng mit einer Arztpraxis in Ihrer räumlichen
Nähe zusammen. In der Studie soll geprüft werden, ob durch dieses Programm die regelmäßige und korrekte Medikamenteneinnahme und somit die Prognose von Patienten mit Herzinsuffizienz verbessert werden können.

2. Welche Apotheke kann an der Studie teilnehmen?

Prinzipiell kann jede Apotheke an der Studie teilnehmen. Voraussetzung ist, dass eine kardiologische Arztpraxis in räumlicher Nähe zu Ihrer Apotheke auch an der Studie teilnimmt. Gerne kümmern wir uns darum, eine oder mehrere kooperierende Arztpraxen zu finden. Wenn Sie an der Studie teilnehmen wollen, füllen Sie bitte hier unser Online-Formular aus. Nach Versenden dieses Formulars werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um alle weiteren Schritte zu besprechen.

3. Wie ist der Ablauf der Studie?

Patienten, die die Einschlusskriterien erfüllen, werden von ihrem Arzt über die Studie informiert und nach dem Zufallsprinzip in die Interventionsgruppe oder die Kontrollgruppe eingeteilt (randomisiert).

Für alle Patienten finden zu Beginn, nach 12 und ggf. 24 Monaten Studienvisiten in Ihrer Arztpraxis und nach 6 und ggf. 18 Monaten kurze Telefonvisiten statt. Diese dienen der Dokumentation von patientenbezogenen Basisdaten und der Erfragung von etwaigen Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen.

Patienten der Kontrollgruppe holen ihre Medikamente wie bisher in einer Apotheke ihrer Wahl ab. Diese Patienten erhalten keine Intervention in einer Apotheke. Sie können auch in eine Apotheke gehen, die nicht an der Studie teilnimmt.

Patienten der Interventionsgruppe erhalten eine intensivierte, interdisziplinäre Versorgung durch ihren behandelnden Arzt und Sie als Studienapotheke. Weitere Informationen zu den Aufgaben Ihrer Apotheke erhalten Sie unter Frage 5.

4. Wie erfahre ich, dass ein Patient meine Apotheke ausgewählt hat?

Die Arztpraxis, die den Patienten in die Studie eingeschlossen hat, informiert Sie, wenn sich ein Patient der Interventionsgruppe für Ihre Apotheke entschieden hat. Die Arztpraxis bittet den Patienten, mit Ihrer Apotheke Kontakt aufzunehmen, um einen Termin zur Erfassung der Gesamtmedikation des Patienten zu vereinbaren.

5. Welche Aufgaben übernehmen Sie als Apotheker?

Als teilnehmender Apotheker führen Sie in enger Kooperation mit dem Arzt die Intervention der PHARM-CHF Studie durch. Die Intervention besteht aus der Erfassung der Gesamtmedikation und Konsolidierung des Medikationsplans zu Beginn, regelmäßigen, strukturierten Kontakten mit dem Patienten und der Versorgung mit patientenindividuell gestellter Medikation in einer wöchentlichen Dosierhilfe.

Wenn ein Patient von einer mit Ihnen kooperierenden Arztpraxis in die Studie eingeschlossen und der Interventionsgruppe zugeteilt wurde, kontaktiert er Ihre Apotheke, um einen Termin für die Erfassung der Gesamtmedikation zu vereinbaren. Der Patient bringt dafür seine aktuell eingenommenen Arzneimittel (verordnete Arzneimittel und Selbstmedikation) mit in die Apotheke. In einem Patientengespräch erfassen und besprechen Sie die Medikation des Patienten. Anschließend prüfen Sie diese auf arzneimittelbezogene Probleme und erstellen bzw. aktualisieren gemeinsam mit dem Arzt den individuellen Medikationsplan des  Patienten. Basierend auf diesem Medikationsplan wird die Medikation wöchentlich patientenindividuell in Ihrer Apotheke gestellt.

Während der Studie kommt der Patient regelmäßig (wöchentlich) in die Apotheke, um seine patientenindividuell gestellte Medikation zu erhalten. Bei diesen Apothekenbesuchen beraten Sie als Apotheker den Patienten, z. B. zur Einnahme seiner Medikation, zur Einnahmetreue  oder zu möglichen Nebenwirkungen. Sie messen den Blutdruck und den Puls des Patienten und besprechen mögliche Zeichen und Symptome einer kardialen Dekompensation. Bei relevanten Auffälligkeiten halten Sie Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Sie dokumentieren die wöchentlichen Apothekenbesuche in der Online-Studiendatenbank. Weitere Daten, wie z. B. die gestellte Medikation, die Erfassung der Gesamtmedikation oder detektierte arzneimittelbezogene Probleme, dokumentieren Sie auf Papier.

6. Haben Sie weitere Fragen oder wollen Sie sich als Studienapotheke registrieren?

Bitte nehmen Sie jederzeit gerne mit uns Kontakt auf. Wenn Sie sich für PHARM-CHF registrieren möchten, füllen Sie bitte hier unser Online-Formular aus. Nach Versenden dieses Formulars werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um mit Ihnen alle weiteren Schritte zu besprechen.
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